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tierdach.de: TV-Tipps für Tierfreunde --> Aufruf - erst TV-Tipp, jetzt Bitte um TV-Kritik!

  Mein Leserbrief...
  Leserbrief Rolf Borkenhagen, TVG Saar und tierlieb.net
  Stellungnahme der BAG Stadttauben
  Weiterer Leserbrief, Quelle Tier-Info
  Mannheim: Der Tierrettungsdienst Lauf und Umgebung e.V. erstattet Anzeige nach § 17 TierSchG.
  Leserbrief Kaplan
  Leserbrief Gudrun Fröhlich
  Diskussion im WDR-Forum
  Leserbrief Sylvia Frank
  Antwort von Planetopia auf mail

nach unten Mein Leserbrief...
Von Tierdach, am 5/6/2003 2:56:31 PM
 
Sehr geehrte Damen und Herren Verantwortliche,

mit Freude wurde in der "Tierschutz-Szene" die Nachricht aufgenommen, dass es bei Planetopia einen Bericht über die "Stadttauben-Problematik" geben wird. Die Nachricht ging über verschiedenste Newsletter und tauchte in einschlägigen Fernsehplanern auf. Schließlich ist ein solcher Beitrag eine Chance, endlich mit den Vorurteilen Schluss zu machen, zumal wenn die entsprechenden Redakteure ausführliche Informationen von kompetenten Leuten erhalten.

Und dann Ihr Bericht: Kein Hinweis über die unzähligen Strafanzeigen gegen die Tötungen, kein Hinweis darüber, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung die Taube nicht als Schädlinge einstuft… Statt sachlicher Information war der Tenor der Sendung: Fütterer contra Kommunen & Schädlingsbekämpfer.

Sicher gibt es eine Pressefreiheit in unserem Land und das ist gut so. Allerdings möchte ich eindringlich an Ihre Verantwortung, die Sie mit Ihren Ausstrahlungen haben, appellieren. Einseitige Berichterstattung und Reinhauen in die alte Kerbe der falschen und dummen Vorurteile bringt niemanden weiter und ist rein pädagogisch sehr gefährlich.

Ganz abgesehen davon, dass es für Tierfreunde, -schützer und -kenner keinen Spaß macht, Journalisten aufzuklären, Informationen bereitzustellen, die unter oft schwierigen Bedingungen erlangt werden, um dann genau das Gegenteil zu erreichen und jahrelange Aufklärungskampagnen damit zunichte zu machen.

Mit der Hoffnung auf zukünftig bessere Berichte
Viola Kaesmacher
Sophie-Charlotten-Str. 29
14059 Berlin

www.tierlobby.de
viola.kaesmacher@tierlobby.de

_________
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell

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nach obennach unten Leserbrief Rolf Borkenhagen, TVG Saar und tierlieb.net
Von via Tierdach, am 5/6/2003 7:59:40 PM
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

beziehe mich auf Ihren "pseudowissenschaftlichen wie ebenso pseudojournalistischen" Beitrag zur Thematik "Stadttauben" vom 4. 5. d.J.

Bin seit Start von Planetopia ein aufmerksamer Zuschauer, der auch als Tierschützer in verantwortlicher Position - in der Regel Ihre Sendung/en verfolgt - um auch in wissenschaftlicher Hinsicht "auf dem Laufenden zu sein".

In diesem Beitrag, dass darf ich Ihnen versichern, haben Ihre Verantwortlichen gegen jedes wissentschaftliche und juornalistische "Selbstverständnis" verstossen und vor allen Dingen - zukünftig weitere Verstöße seitens kommunaler Behörden und privater Taubenhasser - gegen das Tierschutzgesetz Vorschub geleistet.

Aufgrund Ihrer "Recherchen" - sowie Ihres - Ihnen zur Verfügung gestellten Info-Materials, dürfte selbst der eingeschworenste Taubenhasser als Journalist, nicht solch einen Beitrag bringen.

Bei Interesse, darf ich Sie zumindest auf eine beachtenswerte Sendung zum gleichen Thema in diesem Jahr aufmerksam machen, die beide "Sorgfaltpflichten" berücksichtigt hat.

Ich bin in der letzten Zeit öfters von Journalisten von Planetopia zwecks Recherchenkontakte angerufen, per SMS kontaktiert - sowie angemailt worden, habe stets versucht, weiterzuhelfen
eines ist sicher, wenn Beiträge so tendenziös ausfallen, werde ich in Zukunft weder Ihren Journalisten weiterhelfen, noch generell irgendwelche tierschutzrelevanten Beiträge Ihres Senders resp. dieses Sendebeitrages empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Borkenhagen

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nach obennach unten Stellungnahme der BAG Stadttauben
Von via Tierdach, am 5/6/2003 9:02:52 PM
 
Sehr geehrte „Planetopia“ Redaktion,

am 4. Mai 2003 wurde in Ihrer Sendung ein Beitrag zum Thema „Tauben“ ausgestrahlt.

Als Vertreterin der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben wurde ich bereits lange im Vorfeld um Informationen gebeten und Ihr Team hatte auch viel Zeit in den Besuch hier in Aachen investiert , um die Möglichkeit einer tierschutzgerechten Bestandskontrolle der Stadttauben filmisch zu dokumentieren.

Meine ehrenamtlichen Mitarbeiter und ich haben Ihrem Sender bzw. Ihrem Fernseh-Team unsere wirklich sehr begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt, in der Annahme, dass Sie in Ihrem „Wissensmagazin“ entsprechendes Fachwissen transportieren möchten.

Als der Beitrag nun ausgestrahlt wurde, war ich schockiert und traurig über das Ergebnis unseres Kontaktes. Lautet nicht eine Ihrer Maximen: „Die Welt von heute auf dem Weg nach morgen!“? Heißt das nicht, Sie haben den Anspruch, nicht Althergebrachtes zu wiederholen, sondern die Zuschauer über neue Erkenntnisse und zukunftsorientierte Wege zu informieren?

Und sind nicht auch Ausgewogenheit und Objektivität eherne Grundsätze für ein Magazin,
das Fakten liefern und Beweggründe hinter Schlagzeilen darstellen will?

Doch leider fand ich Ihren Beitrag weder innovativ, noch objektiv und ausgewogen. Denn der Tenor lag wieder auf den „ekeligen Tauben“, die eine Gesundheitsgefährdung darstellen und daher z.B. in Mannheim getötet werden. Dem gegenüber wurde die uneinsichtige Taubenfreundin, die unerlaubt füttert, ausführlich vorgestellt. Die sachlich fundierte Arbeit der BAG, die immerhin in 15 deutschen Städten gemeinsam mit den jeweiligen Stadtverwaltungen eine tierschutzgerechte Bestandskontrolle umsetzt und die ebenfalls von Ministerien empfohlen wird, wurde hingegen nur beiläufig verbal in einem Satz erwähnt.

Objektivität und Ausgewogenheit hätten aus meiner Sicht ebenfalls bedeutet, dass die dem Redakteuren vorliegenden Fachmeinungen zum Thema Gesundheitsgefährdung hätten eingebaut werden müssen. Sie haben nichts darüber verlauten lassen, dass Tauben nach dem heutigen Bundesinstitut für Risikobewertung (ehemals Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in Berlin) nicht als Schädling eingestuft sind und ihre Tötung, so wie in Mannheim, als unbegründet erachtet wird. Gegen diese Tötungen wurden von vielen Seiten Strafanzeige erstattet, auch darüber haben Sie kein Wort erwähnt. Als Gegenpol zu Mannheim hätte ich mir das Konzept in Aachen gewünscht, so wie es auch abgesprochen war! Denn die Stadt Aachen hat bis 1995 ebenso wie Mannheim mit Tötung versucht, das Problem zu lösen. Hier und in anderen Städten ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass dies keine Lösung ist, sondern nur einen Kreislauf des fortwährenden Tötens verursacht. Für mich und viele Tierfreunde war Ihre Sendung leider eine unüberprüfte Übernahme alt hergebrachter Vorurteile und ein Paradebeispiel für Sensationsjournalismus.

Die BAG ist seit nunmehr sieben Jahren bemüht, zum Thema Tauben eine sachlich fundierte Aufklärungsarbeit zu leisten und wir erleben ständig, dass die Praxis unserer Arbeitweise recht gibt. Auch Ihr Redakteur, Herr Tibet Sinha, zeigte sich übrigens in Aachen von unserer fundierten Arbeit beeindruckt.

Leider schadet solche Berichterstattung der zuverlässigen Informationsvermittlung sowie dem Tierschutz und den Tieren in unabsehbarer Weise. Da im Vorfeld sehr viele Informationen mit Ihrem Redakteur ausgetauscht wurden und man uns das Konzept und den Tenor der Sendung anders beschrieben hat, als der Beitrag dann in der Realität ausfiel, möchte ich deutlich noch einmal meine Empörung zum Ausdruck bringen. Zwischenmenschlich empfinde ich Ihren Umgang mit meinen Mitarbeitern als eine Unverschämtheit. Ich bin noch nie von einem Redaktionsteam so enttäuscht worden.

Sie um einen ergänzenden Beitrag zu bitten, hat wohl wenig Aussicht auf Erfolg. Aber ich möchte Sie dennoch inständig um eines bitten: Bedenken Sie doch in Zukunft immer, welchen Sendungsauftrag Sie sich stellen, welches Machtpotential Sie haben und welchen Schaden Sie einer Sache zufügen; in diesem Fall einer Tierart und unserer Arbeit, wenn so einseitig – ohne Fachmeinungen einzubauen – wiederholt wird, was die Bild-Zeitung schon vor 20 Jahren in unbelehrbarer Weise verbrochen hat! Ein Wissensmagazin sollte sich aus meiner Sicht ein anderes Niveau leisten, als das, was Sie am Sonntag gezeigt haben.

Für Rückfragen stehe ich bei ernstem Interesse Ihrerseits gern zur Verfügung.

Hochachtungsvoll

Elisabeth Heß
Sprecherin der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben
im Bundesverband Menschen für Tierrechte
eMail: info@stadttauben.de info@stadttauben.de
Tel.: 02405 - 89 60 82
Mobil: 0179 - 4080170
Fax: 02405 – 896543

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nach obennach unten Weiterer Leserbrief, Quelle Tier-Info
Von Tierdach, am 5/7/2003 3:27:07 AM
 
Betreff: "Planetopia" von Sat.1 am 4.5.03 zum Thema Stadttauben

Sehr geehrte Damen und Herren!

Von einem "Wissensmagazin" hätte ich aber wahrlich eine etwas differenziertere Darstellung dieses komplexen Themas erwartet! Und der Titel dieser Sendung "Planetopia" verleitet ja auch zu der Annahme, dass es hierbei um alle Bewohner/innen (Mensch und Tier!) dieses Planeten gehen könnte; nicht nur wieder die altbekannte anthropozentrische Sichtweise, bei der Mensch im Mittelpunkt steht!

Stattdessen haben sie all jenen Ignoranten, die die Tauben als "Ratten der Lüfte" verteufeln, aus dem Herzen gesprochen und diese schönen und (über)lebensklugen Vögel sozusagen zum weiteren Abschuss freigegeben! Tauben sind wie viele andere Wildtiere zu Kulturfolgern geworden und weil der Mensch (Sie und ich und viele andere!) ihre angestammten Lebensräume zerstört und verbaut hat, leben sie nun gezwungenermaßen bei und mit uns in den Städten.

Ich erwarte -auch im Sinne der Ausgewogenheit und Objektivität- von Ihrem Sender in einer der nächsten "Planetopia"-Magazine eine umfassende Darstellung all der Umwelt- und Kulturzerstörungen, die von der Spezies Mensch tagtäglich aus Profitgier, Dummheit, Machtbessensheit oder aus was auch immer für Gründen begangen wird!

Erst dann können Sie mich wieder zu Ihren interessierten Zuschauerinnen zählen! Lassen Sie mich wissen, wenn es soweit ist!

Mit tier- und menschenfreundlichen Grüssen
Ulrike Müller-Kaler

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nach obennach unten Mannheim: Der Tierrettungsdienst Lauf und Umgebung e.V. erstattet Anzeige nach § 17 TierSchG.
Von via Tierdach, Quelle Tier-Info, am 5/7/2003 3:29:07 AM
 
http://www.tierrettungsdienst-lauf.de/

Tierrettungsdienst Lauf und Umgebung e.V. stellt Strafanantrag bei Staatsanwaltschaft gegen die Stadt Mannheim und einen Schädlingsbekämpfer

Der Tierrettungsdienst Lauf und Umgebung e.V. ist ein Tierschutzverein mit eigenem Rettungsdienst. Aufgrund einer Fernsehsendung vom 04.05.2003 (SAT 1, Planetopia) wurde der 1. Vorsitzende Markus Roider auf die Taubenmordaktion aufmerksam. Dies ist trotz dem Infektionsschutzgesetz eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz.

Ein Strafrahmen von bis zu 3 Jahren Gefängnis oder mit Geldstrafen ist dafür vorgesehen. Aus der regionalen Presse ist die Taubenmordaktion der Stadt Mannheim sicherlich bekannt. In der Sat.1-Sendung Planetopia vom 04.05.2003 wurde über den Schädlingsbekämpfer Ron Kilian berichtet, wie er im Auftrag der Stadt Mannheim täglich bis zu 40 Tauben tötet und an seine Greifvögel in der eigenen Falknerei verfüttert.

Dies ist ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz. Auch nach dem Infektionsschutzgesetz darf eine Tötung von Wirbeltieren stets nur das »letzte Mittel« sein, wenn der Schutz höherwertiger Rechtsgüter nicht durch tierschonendere Alternativen erreicht werden kann.

Die Mannheimer Massentötung von Tauben ist der falsche Weg zu einer wirksamen und tierschutzgerechten Bestandskontrolle der Population der Stadttauben. Tötungsaktionen sind kein wirksames Instrument für eine erfolgreiche und tierschutzgerechte Bestandsregulierung, wie längst wissenschaftlich erwiesen ist Vor allem muss statt einer Tötung eine der tierschonenden Alternativen gewählt werden, die im Integrativen Gesamtkonzept der BAG Stadttauben dokumentiert sind.

Das können z.B. die Einrichtung und Betreuung geeigneter Taubenschläge und Taubentürme sowie kontrollierter Futterstellen in den Städten sein. Die Taubenschwärme lassen sich dadurch lokalisieren und kontrollieren, ihr Brutgelege kann durch Gipseier ausgetauscht werden.

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nach obennach unten Leserbrief Kaplan
Von via Tierdach, Quelle fellbeisser, am 5/7/2003 8:10:29 PM
 
Wissensmagazin "Planetopia"
Sendung vom 4. 5. 2003
Bericht "Die Vögel sind los - Deutschlands Taubenplage"

Die Sendung war ein einziges Ärgernis. Dabei soll gar nicht primär davon die Rede sein, dass Sie so gut wie alle Fakten, die Ihnen zur Verfügung standen, unterschlugen - eher eines Glaubensmagazins würdig als eines Wissensmagazins. Der noch größere Skandal war, dass Sie das unnötige, barbarische Umbringen als die normalste, humanste Sache der Welt hinstellten.

In Hinkunft sollten Sie sich thematisch auf die Steinzeit konzentrieren. Zivilisation und Wissenschaft, geschweige denn Kultur sind definitiv nicht Ihre Stärke.

Dr. Helmut F. Kaplan
Arche 2000 Welt-Tierhilfe
Berater und Sprecher für ethische Grundfragen

--------------------

Dr. Helmut F. Kaplan
kaplan@vegetarismus.org

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nach obennach unten Leserbrief Gudrun Fröhlich
Von Tierdach via tierlieb.net/Tier-Info, am 5/10/2003 12:18:31 PM
 
Quelle: tierlieb.net/Tierinfo

Betreff: "Planetopia" von Sat.1 am 4.5.03 zum Thema Stadttauben

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe JounalistenkollegInnen,

da haben Sie ja schön hingelangt - von journalistischer Sorgfaltspflicht keine Spur!

Eine Sendung mit dem vielversprechenden Namen "Planetopia", ein Teaser, dessen Inhalt endlich mal Fundiertes, Hintergründiges zur komplexen Problematik der Natur entnommener, domestizierter Tiere, in diesem Fall der Stadttauben als Folge des Brieftaubensports, transportiert ...

Und dann sowas! Das schlägt doch dem Fass den Boden aus. Da findet jahrelange mühevolle Recherche-Kleinarbeit von Spezialisten statt, finden sich von Nord bis Süd in der Republik Menschen zusammen, die effektive, nachhaltige, bürgerfreundliche und tiergerechte Methoden entwickeln, das Stadtaubenproblem zu lösen - die Rede ist von der Bundesarbeitsgemeinschaft Stadttauben, und Ihr Sender hat nichts eiligeres zu tun, unter dem Deckmäntelchen einer seriösen (?) "Wissenssendung" das Abschlachten zu propagieren, mit der Klammer Mannheim
im Film.

Da fragt man sich doch, wird hier ein "Dumpfbackenbedürfnis" befriedigt?

Was die Philosophie betrifft: Waren gerade noch weltweit Millionen von Menschen auf den Beinen, die mit der Taube als Sinnbild des Friedens gegen den Krieg demonstriert haben, propagiert Ihr Sender den Krieg in den Städten - gegen wehrlose Tiere! Wer Tauben kennt, weiss, dass das Sinnbild durchaus seine Berechtigung hat, denn sie sind überaus liebenswert und friedfertig. Wie unliebenswert, ja geradezu bösartig sind dagegen doch manche "Text und Ideologie kotenden" Journalisten! Tiere in der Obhut des Menschen, hier die Brieftauben, die "Rennpferde des kleinen Mannes", mit denen sich gewissenlose Züchter durchaus ihr Sümmchen verdienen, sind ein heikles Thema.

Die Folgen von Missbrauch, von Tieraussetzung, - denn das ist es wohl, wenn während der alljährlichen "Reisesaison" an die 30% Verlust von an die 7 Millionen "reisenden" Brieftauben einkalkuliert werden, - sind die Stadttaubenschwärme. Doping und viel zu junge und selbst kranke Tiere werden auf die Reise geschickt. Wer nicht zurückkommt, hat Pech gehabt. Bis jetzt hat die Politik noch nicht begriffen, mit wem sie sich eigentlich herumschlagen sollte. Nicht mit den Tieren, sondern mit den Verursachern des "Stadttaubenproblems", - das übrigens vor allem die Vögel haben, die in den Städten verelenden - den Taubenzüchtern. Laut Tierschutzgesetz wird Tieraussetzung mit bis zu 25 000 € Bussgeld bestraft. Wann ist es soweit? - Das alles erwarte ich von dem Filmbeitrag bei d e r inhaltlichen Ankündigung!.

Die Opfer, die Brieftauben ohne Ring, nennt Mensch - und vor allem Journalistenmensch - die anderen aus der Branche sind da häufig nicht besser, obwohl es alle besser wissen könnten - Stadttauben oder Schädlinge = Ungeziefer! Die sinnlose, teure, tierschutzwidrige und nicht einmal nachhaltige Abschlachterei in Mannheim ist ein Schlag ins Gesicht der Zivilisation, ein Rückfall ins finstere Mittelalter, und, wie übrigens im Mannheimer Morgen zu verfolgen war, zwischen den Zeilen, versteht sich, nicht einmal effektiv.

Zitat: "Kampf gegen die Taubenplage"
Mannheimer Morgen – 01.02.2002
"...Und obwohl die Stadt seit Juli 2001 mit einem Katalog von Maßnahmen versucht, die Taubenpopulation zu reduzieren, beschleicht so manchen Beobachter die subjektive Wahrnehmung: "Die Viecher werden mehr." Dabei haben Kammerjäger in den vergangenen Monaten knapp 1900 Tauben gefangen und getötet sowie über 200 Eier eingesammelt. Experten im Rathaus gehen von einer Gesamtzahl von über 10 000 Tieren aus, die etwa um die Hälfte reduziert werden soll."

Zitat: "Sanfte Methode bringt Probleme"
Mannheimer Morgen – 18.04.2002
"SCHMIDT: ...Zu Beginn der Bekämpfungsmaßnahmen gingen wir von acht- bis zehntausend verwilderten Tauben aus. Bis heute wurden etwa 2800 Tauben getötet.... SCHMIDT: Unser mit dem Tierschutzverein (auch das noch! Anm. von mir) vereinbartes Ziel ist es, die Taubenpopulation über einen Zeitraum von zwei Jahren auf die Hälfte zu reduzieren."

Zitat: "SAUBERES MANNHEIM: Wie die Stadt gegen Tauben vorgeht"
Mannheimer Morgen – 03.09.2002
"...Die Stadt bekämpft sie inzwischen aber mit wachsendem Erfolg: 3973 Tiere wurden bisher getötet, zusätzlich 266 Gelege entnommen, weitere rund 1500 Tauben gingen im Auftrag privater Firmen in die Falle. Noch immer wird der Bestand aber auf 8000 bis 10 000 Vögel geschätzt."

Im Film war von 7000 getöteten Tauben die Rede, die geschätzte Gesamtzahl bleibt immer gleich, dabei sind zwei Jahre fast rum. Da hat z.B. Aachen mit seinem Projekt aber deutlich bessere Zahlen zu bieten: in drei Jahren Populationsreduzierung um 20-30%. Der Kot fällt in den Schlägen an und belastet damit in erheblich geringerem Umfang Menschen und Gebäude.

Übrigens auch die Landeshauptstadt von NRW, Düsseldorf, geht den bürger- und tierfreundlichen Weg. Zusammen mit Tierschützern der Bürgerinitiative Freilebende Stadttiere ist die Stadtverwaltung dabei, das Taubenschlag-Projekt in die Startlöcher zu setzen. Ich bin eine von den Beteiligten und sage Ihnen gleich: Bei uns brauchen Sie nicht nachzufragen.

Auf unseriöse Berichterstattung möge die Taube k....

Mit wenig freundlichen Grüssen,
Gudrun Fröhlich

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nach obennach unten Diskussion im WDR-Forum
Von via Tierdach, am 5/10/2003 12:22:29 PM
 
Ausriss - aus einem Forumsbeitrag des wdr
Quelle: http://www.wdr.de/tv/service/tiere/forum/list.phtml?f=53&a=2&t=32009, Beitraf von "Murkeline"

via tierlieb.net

"Hallo zusammen, leider kann ich den Ausführungen von Agnes nicht folgen bzw. bestätigen. Ich selber war einmal im Taubenverein, da mein Vater seit nunmehr 40 grausamen Jahren diesem "Sport" nachgeht! Es wird nicht nur im Frühjahr gezüchtet, sondern auch oftmals im Herbst.

Diese Jungen "taugen" in der Regel nicht und werden getötet. Die Tiere leben monogam, werden aber zum jährlichen Partnerwechsel gezwungen, viele akzeptieren dies nicht... Die Weibchen der Reisevögel werden in Einzelhaft gehalten, da sie sich ansonsten vor lauter vereinsamung paaren würden und ein trächtiges Weibchen umgarnt das Männchen nicht so gut, wenns von der Tour zurückkommt.. Wenn sie sich doch paaren=Genickbruch! d.h. sie sehen ihren mann nur einmal die Woche oder zur Zucht!

Die Tiere werden hunderte von Kilometern in engen Transporten geschlechtergetrennt zum Auflassort gefahren. Wenns nicht so weit ist, wird nicht gefüttert! Schwere Verletzungen sind nicht selten... aber dann taugen sie nichts mehr...

Es kam oft vor, daß eine ausgebliebene Taube gemeldet wurde, meiste Antwort: behalte sie oder töte sie! Im Sommer bekommen die Tiere einen Ausflug zum training, im Winter nicht... Als Kind dachte ich, daß ich vielleicht was gutes tue, wenn ich mich den ganzen Tag um die Tiere kümmerte, ja sie wurden zahm und wuchsen mir ans Herz, aber das Endresultat war immer gleich! Ich berichte hier nicht, ob ihrs glaubt oder nicht, von einem Einzelfall!

Das ist die gängige Praxis! Die Tiere werden sogar teilweise gedopt, dies wird nicht kontrolliert. Was die Stadttauben angeht: Alle Brieftaubenzüchter haben die Kosten für die artgerechte Haltung und Versorgung dieser armen Kreaturen zu tragen. Bis jetzt habe ich es nicht fertiggebracht meinen Vater anzuzeigen, obwohl er täglich das Tierschutzgesetz ignoriert. Ich könnte noch viel erzählen,
was so die gängige Praxis unter Taubenzüchtern ist, allerdings ertrage ich das nicht...

Wenn er irgendwann keine Lust/keine Kraft mehr zu seinem "Hobby" hat ist das Schicksal von ca 150 Tauben besiegelt...."

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nach obennach unten Leserbrief Sylvia Frank
Von via Tierdach, Quelle Tier-Info, am 5/17/2003 2:04:21 PM
 
Von: Animalsfriend50@aol.com [mailto:Animalsfriend50@aol.com]
Gesendet: Dienstag, 13. Mai 2003 00:33
An: planetopia@sat1.de
Cc: zuschauerservice@sat1.de; fueralletiere@t-online.de; elke.wartmann@mail.aachen.de; E.hess@tierrechte.de; info@tvg-saar.de; bg@tierschutzbund.de; tierhilfswerk@tierhilfswerk.de
Betreff: Sendung "Planetopia" vom 04.05.03, Beitrag zum Thema "Tauben"

_________

Sehr geehrte Damen und Herren,
in Ihrer Sendung "Planetopia" vom 04.05.2003 berichteten Sie u.a. über das Thema "Stadttauben".

Statt wie zu erwarten - immerhin nennt sich "Planetopia" ja Wissenschaftsmagazin - einen sachlich fundierten, aus vielen Perspektiven beleuchteten Beitrag vorzufinden, bekamen die Zuschauer wieder einmal einen Film zu sehen, der Vorurteile gegen Tiere, in diesem Fall Tauben (sie seien dreckig, eklig, krankheitserregend usw.) verstärkt statt diese abzubauen bzw. bei denen wiederbelebt, die sie aufgrund anderer fundierter Informationen ad acta gelegt haben.

Wissenschaft ist ja bekanntlich etwas, das "Wissen schafft". Haben Sie sich mal überlegt, welches Wissen Sie da geschaffen haben? Und wem Sie mit Ihren Halbwahrheiten und Ihrer einseitigen Darstellungsweise am meisten - außer natürlich den Tauben - geschadet haben? Sind Sie mit Ihrem Beitrag absichtlich allen Tierschützern und der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben und ihrer Arbeit in den Rücken gefallen? Denn nichts anderes haben Sie getan! Haben Sie in Ihrer Reportage absichtlich alternative Konzepte verschwiegen, über die sich Ihre Reporter meines Wissens nach (Telefonat mit dem Ordnungsamt der Stadt Aachen vom 07.05.2003) ausführlichst in Wort und Film informiert haben?

Denn es gibt sie, die humanere Möglichkeit, die Population der Stadttauben zu vermindern. Naja, so in einem Sätzchen wurde sie ja auch erwähnt, so ähnlich wie die Gegendarstellungen in den Zeitungen, die im Kleingedruckten möglichst auf S. 50 verschwinden, wo garantiert keiner mehr nachliest. Erinnerte mich doch schwer an ein Lied von Reinhard Mey "Was in der Zeitung steht".....

Ein gutes Beispiel für Alternativen bietet die Stadt Aachen: dort werden in sog. Taubenverschlägen , die sich an bestimmten Gebäuden an verschiedenen Stellen des Stadtgebietes finden, die Tauben gefüttert und zur Brutzeit die Eier durch Gipseier ersetzt (oben genanntes Telefonat vom 07.05.2003). Ein vorbildliches Konzept, über das Sie ja - ich wiederhole mich - bestens informiert waren. Wozu haben Ihre Reporter denn den Mitarbeitern der BAG Stadttauben in Aachen wertvolle Zeit gestohlen, wenn die erhaltenen Informationen dann gar nicht gesendet wurden?

Paßte diese Alternative plötzlich Ihrem Reporter nicht mehr in den Kram? Da frage ich mich doch mal ganz naiv: wo lagen denn die Interessen des Reporters? Sicherlich nicht in objektiver Berichterstattung.... War er überhaupt je an einer umfassenden, sachlich qualifizierten Reportage interessiert oder ist er etwa Taubenhasser, passionierter Jäger oder von der Jägerlobby oder wem auch immer für deren Zwecke eingespannt worden? Na, als Tierfreund kommen einem halt komische Gedanken....

Zudem hat jedes öffentliche Medium, egal, ob Fernsehen oder Zeitung, eine besondere Verantwortung für den Inhalt der Beiträge; menschenfeindliche oder rassistische Beiträge sind doch beispielsweise sicher nicht erlaubt, oder? Gilt das für tierfeindliche Berichte nicht? Wo blieb in dieser Reportage das Verantwortungsgefühl, zumal es nun mal viele Menschen gibt, deren "Wissen" und "Meinung" ganz speziell vom Fernsehgott geprägt ist.

Dabei fällt mir auch ein, daß mir SAT1 vor einigen Jahren schon einmal negativ aufgefallen ist; würde ich öfter fernsehen, wäre das wahrscheinlich auch öfter der Fall! Damals gab es eine Sendung "Expedition Robinson" oder "Inselduell" (leider weiß ich den genauen Titel nicht mehr), eine Art Abenteuerspiel, bei dem die Kandidaten verschiedene Aufgaben quasi als Überlebenstraining zu bewältigen hatten. Unter anderem wurden sie dazu aufgefordert bzw. entwickelten sie die Idee, einen (oder sogar mehrere) Waran(e) zu schlachten. Damals brachte ich meine Beschwerde per Telefon an: ist der Mord an Tieren, sei es durch Jagd oder solch groben Unfug wie in dieser Serie der letzte Kick, mit dem sich unsere fit- for - fun- Gesellschaft noch aus ihrer gähnenden Langeweile zu retten versucht? Und das wird von Ihrem Sender unterstützt?

Stöbere ich da gerade nochmal auf Ihrer Internetseite, was finde ich da? www.planetopia.de - Das Wissensmagazin in Sat. 1. Folgendes bezieht sich auf diesen link (unter "Archiv", Beitrag vom 04.05.2003, nur, damit Sie es auch nochmal wiederfinden...).

Wieso werben Sie gleichzeitig für ein Buch "Tauben halten. Haltung, Zucht und Wettbewerbe", wenn Sie eine Spalte darüber beklagen, daß viele Brieftauben von ihren Flügen nicht in den Schlag zurückkehren und stattdessen in den Städten "landen" und sich vermehren und Probleme schaffen:" vermehren sich rasend schnell und schaffen so jede Menge Probleme." (Zitat von besagter Internetseite). Und was soll diese Lobhudelei auf die Brieftaubenzüchter: "Es ist das Reich von Brieftaubenzüchter Harald Zabel. Über die Jahre hat er einen wahren Palast für seine 300 Vögel geschaffen. Harald Zabel, Brieftaubenzücher: „Mein Lieblingstier ist da oben der blaue 506, der hat mich im Herbst immer so viel geärgert, weil er nicht reingegangen ist." ..."Dann, wenn das große Reisen wieder beginnt, jagen die Tauben Hunderte Kilometer dem Heimatschlag entgegen. Aber nicht alle finden den Weg zurück. Harald Zabel: „Eine einzelne Taube verliert man immer mal." Vielleicht, um gleich für kostenlosen "Futternachschub" für Mr. Kilian, einen Falkner, zu sorgen, der "die Lizenz zum Töten" hat und sagt "Dann werden die mitgenommen, wir haben zu Hause ein Falknerei, und werden dann da verfüttert". "7000 Vögel hat Kilian mittlerweile auf dem Gewissen" - auf welchem Gewissen eigentlich? (Zitate von besagter Internetseite)

Ach ja, ich habe dort tatsächlich auch genauere Informationen über das Projekt in Aachen gefunden. Muß ich jetzt das oben Geschriebene revidieren? Immerhin haben Sie Aachen ja erwähnt, wenn auch auf einer Internetseite, die man erstmal finden muß, was viele, gerade auch ältere Leute gar nicht können.....

Ich bitte um Stellungnahme.


Mit freundlichen Grüßen
eine sehr enttäuschte und empörte
Sylvia Frank

P.S. Irgendwo habe ich von einer Ihrer Maximen gehört oder gelesen: "Die Welt von heute auf dem Weg nach morgen" - na, da können wir uns ja dann warm anziehen!!!

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nach oben Antwort von Planetopia auf mail
Von via Tierdach, Quelle: Tier-Info, am 6/6/2003 2:30:10 PM
 
Antwort von Planetopia auf mail

Hallo Christina, Trudi, Gerd und alle, die auch mitlesen, hier mal die Antwort von "Planetopia", kam auch nur, weil ich nochmal nachgehakt habe. So wird man da abgefertigt. Viele Grüße Sylvia

_________
Sehr geehrte Frau Frank,

ich bedauere, daß unser Taubenfilm nicht Ihrer Ansicht entsprochen hat, aber ich denke sowohl im Beitrag, als auch auf den Internetseiten, ist alles gesagt worden.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Klein
Chef vom Dienst
Redaktion Planetopia
wolfgang.klein@newpic.de
June 05, 2003 12:57 PM

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